Altstadt Tore
Logo Arabeske Sprache.Erlebnis.Reisen
Pause
Gut versorgt bei Exkursion
Hammam Anfänger
... mit Henna

Damskus

"Ich will kurz festhalten, wie unser Viertel hier aussieht. Unsere Straße ist ziemlich schmal. Sie liegt im Ostteil der Stadt Damaskus. In der Nähe meines Hauses ist die Paulus-Kirche. Viele Touristen besuchen die Stelle, von wo aus Paulus abgehauen und nach Europa gegangen ist.
Die Häuser sind aus Lehm gebaut. In jedem leben mehrere Familien, und jedes Haus hat einen Innenhof, der allen Nachbarn gehört, sie zusammenbringt und streiten lässt. Das Leben der Erwachsenen findet in den Innenhöfen statt.
Die Straße gehört uns Kindern, den Bettlern und fliegenden Händlern."

aus: Rafik Schami, "Eine Hand voller Sterne"

Reiseführer über Syrien, insbesondere Damaskus, gibt es viele. So ist es nicht unser Ziel, einen weiteren derselben zu verfassen; vielmehr wollen wir Lust machen. Lust auf Damaskus, sein Flair, seine Bewohner, seine Jahrtausende alte Kultur und nicht zuletzt auf einen Sprachkurs mit
ARABESKE. Die folgenden Zeilen bieten einen Vorgeschmack und ein paar praktische Tipps für den Einstieg.

BAB TUMA
In der Regel bringt ARABESKE seine Kursteilnehmer im christlichen Viertel der Altstadt bei ausgewählten Gastfamilien unter. Die Grundversorgung ist hier, direkt in der Bab Tuma Street, sichergestellt: in Lebensmittelläden, Shwarma - Ständen (der arabische Döner) und Konditoreien kann man seinen Hunger stillen. Letztere und der vorhandene Blumenladen sind nützlich für die Beschaffung kleiner Aufmerksamkeiten (z.B.
für die Gastmuttis) und Mitbringsel für Einladungen.
Auf dem Platz um das alteThomas - Tor (Bab Tuma) reihen sich Telefonzellen, eine Bushaltestelle, ein Taxistand, ein Foul-Imbiß, eine Saftbar, ein CD-Shop und Kioske, die z.T. rund um die Uhr geöffnet haben.

Wie in der ganzenStadt findet man auch in Bab Tuma zahlreiche Geschäfte, die das berühmte damaszener Kunsthandwerk anbieten; aber fast ausschließlich
hier findet man die Werkstätten für Holzintarsien, in denen man den Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen kann. Ihre Produkte sind vielleicht etwas teuerer als anderswo, aber, da in Handarbeit
gefertigt, von einmaliger Qualität.

Auch für abendliche Unterhaltung ist in Bab Tuma gesorgt, insbesondere donnerstags (vor dem wöchentlichen Feiertag), wenn sich junge Damaszener und ausländische Gäste im Club Marmar begegnen. Auf dem Weg in die Altstadt befindet sich das Hammam-al-Bakri, in dem sich
leider nur die männlichen Kursteilnehmer durch Dampfbad und Massage vom (Kurs-) Alltag erholen können. Ebenfalls an die Männer richtet sich das Angebot der zahlreichen Barbier-Shops, eine Erfahrung die mann sich nicht entgehen lassen sollte.

Andere Teile der ALTSTADT
Suqs, Suqs und noch mal Suqs. Wenn man nicht zum Erlernen der arabischen Sprache in Damaskus wäre, könnte man ununterbrochen (außer freitags) über
die farbenfrohen, duftenden Märkte schlendern - aber nachmittags ist dafür noch genügend Zeit und so lässt sich auch das im Sprachkurs Erlernte gleich anwenden. Aber Vorsicht: rund um die Omayyaden-Moschee und auf dem Suq al Hamadiyye hat man sich mittlerweile auf Touristen eingestellt und bietet zwar ansprechend präsentierte, jedoch häufig minderwertige Ware zu
europäischen Preisen. Auch sollte man sich nicht auf den hier oft angebotenen, illegalen Geldwechsel einlassen, denn zum einen ist dieser wie gesagt verboten, zum anderen ist der Wechselkurs der Banken meist genauso
gut oder gar besser.
Informationen über die kulturellen Hauptsehenswürdigkeiten wie z.B. Omayyaden - Moschee und Azem-Palast erhält man aus jedem guten Reiseführer
oder aus erster Hand im Rahmen der bei jedem ARABESKE- Kurs im Preis enthaltenen Stadtführung.
Eine weitere kleine Hauptsehenswürdigkeit ist - noch - allabendlich im Kaffeehaus Noufara zu genießen: wie in alten Zeiten liest der Hakawati, der Geschichtenerzähler, traditionelle Geschichten und Erzählungen vor.
Natürlich ist das Noufara auch sonst ein gemütlicher Ort, um das muntere Geschehen auf der Gasse bei einem Glas (Blumen-)Tee und einer Wasserpfeife zu beobachten.

Ebenfalls empfehlenswert sind die vorzüglichen Restaurants der Altstadt - derartige kulinarische Tipps gibt gerne das ARABESKE-Team vor Ort. In den meisten Reiseführern nur am Rande erwähnt wird das Kalligrafie -
Museum, eine kleine aber äußerst schöne Sammlung, die für all diejenigen von besonderem Interesse ist, die sich über den bei ARABESKE "classic" inbegriffenen Kalligrafiekurs hinaus mit der arabischen Schreibkunst
beschäftigen möchten.

Das MODERNE DAMASKUS
Im neuen Zentrum von Damaskus, das sich westlich an die Altstadt anschließt, findet man sämtliche Dienstleistungen vor: Banken und Wechselstuben, Post
und Telekombüro, Reisebüros und, ein gutes Stück weiter, die meisten Botschaften und das Goethe-Institut. In der Neustadt befinden sich auch die meisten Arztpraxen - eine Liste der deutschsprachigen Mediziner in Damaskus hält ARABESKE für seine Kursteilnehmer bereit.
Auch hier lässt sich die Zeit kurzweilig in Kaffeehäusern bei Backgammon und Wasserpfeife verbringen, wie etwa gegenüber der Zitadelle auf einem begrünten Balkon oder, zwar etwas teurer, am alten Hedschas- Bahnhof im mit
Samt verkleideten historischen Zug des Sultans.

Unmittelbar hinter dem Hedschas- Bahnhof liegt der Baramke-Busbahnhof, von dem aus die Busse verschiedener Gesellschaften und Servicetaxis den Süden
Syriens sowie Jordanien und den Libanon bedienen. Busse in den Norden und Osten Syriens und Richtung Türkei fahren ab der Garadjat Harasta, die sich weit außerhalb an der Ausfallstraße Richtung Aleppo befindet.

Lohnende AUSFLUGSZIELE
Nicht nur in Damaskus sondern über ganz Syrien verteil überdauerten unzählige Kulturschätze von einmaliger Schönheit den Lauf der Zeit. Die Highlights haben wir zu einer, bei unserem Angebot ARABESKE - "classic" bereits im Kurspreis enthaltenen Rundreise zusammengestellt. Weitere, nicht minder interessante Ziele, die sich problemlos auf eigenen Faust erkunden lassen, finden Sie im folgenden Abschnitt.
Vom Berg Qassiun aus hat man einen schönen Blick über die syrische Hauptstadt mit ihren unzähligen, nachts grün beleuchteten Minaretten.
Ebenfalls noch im Stadtgebiet befindet sich das Grabmal Sayyda Zainabs, einer Gemahlin Mohammeds. Die hier errichtete Moschee ist eine bedeutende schiitische Pilgerstätte und wurde im Jahre 1979 im persischen Stil mit blauen Kacheln und goldenen Kuppeln errichtet.
Auch das besterhaltene römische Amphitheater in Bosra unweit der jordanischen Grenze lässt sich bequem innerhalb eines Tages besichtigen; ebenso die Ruinen von Qunaitra, einer Kleinstadt, die 1973 von israelischen Truppen vollständig zerstört wurde und nun als Mahnmal gegen den Krieg dient. (Anmerkung: für einen Besuch von Qunaitra benötigt man einen Erlaubnisschein, über dessen Beschaffung das ARABESKE-Team vor Ort informiert).
Für Wochenendausflüge kommt der Krak des Chevailliers, die besterhaltene Kreuzfahrerburg des Orients, ebenso in Frage wie die Ausgrabungsstätte von
Baalbek und das recht westliche Beirut, beides im Libanon. Wer die etwas weitere Anfahrt nach Aqaba in Südjordanien nicht scheut, wird mit weltbekannten Tauch- und Schnorchelplätzen am Roten Meer belohnt.

! Für Ausflüge in die Nachbarstaaten Syriens ist ein 'multiple entry'-Visum für die Wiederreise nach Syrien zwingend erforderlich!